Mehrere Echos miteinander verbinden – So geht’s!

Als Echo-Fan hast Du im Laufe der Zeit zu Deinem Echo bestimmt schon ein Zweitgerät, z.B. ein Echo Dot oder ein Echo Show angeschafft. Vielleicht hast Du sogar schon mehr als zwei Echos in Deinem Zuhause stehen. Um nun das meiste aus den kleinen Helferlein herauszuholen, kannst Du mehrere Echos miteinander verbinden. Was Dir das bringt und wie das geht, erzählen wir Dir hier in dieser Anleitung.

(aktualisiert am 20. August 2018)

Warum sollte ich mehrere Echos miteinander verbinden?

Als erstes fällt einem da auf jeden Fall das gleichzeitige Abspielen von Musik auf mehreren Echos und/oder drahtlos verbundenen Lautsprechern ein. Das ist die so genannte Multiroom-Funktion. In unserem Beitrag von Februar dieses Jahres über die Multiroom-Funktion haben wir schon einmal gezeigt, wie Du das auf Deinem Echo einrichtest.

Zugriff auf Alexa von verschiedenen Orten aus

Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil, warum Du mehrere Echos miteinander verbinden solltest. Wenn Du mehrere Geräte in einer Gruppe miteinander kombinierst, kann Alexa nämlich je nach angesprochenem Echo-Gerät unterschiedlich reagieren. Hören zum Beispiel mehrere Echos auf dasselbe Kommando zum Einrichten des Weckers, reagiert dasjenige, dem Du Dich am nächsten befindest.

Hast Du beispielsweise ein Echo in der Küche und eines im Wohnzimmer miteinander verbunden und gibst Alexa im Wohnzimmer die Anweisung „Alexa, Licht an!“, weiß Alexa anhand des Echos, das Du angesprochen hast, welches Licht in welchem Zimmer Du meinst. Folgerichtig schaltet Alexa das Licht im Wohnzimmer an. 

Die Echos teilen untereinander auch die Informationen mit Hilfe Deines Alexa-Accounts. Ausgenommen davon sind allerdings folgende Einstellungen:

  • Weckzeiten und Timer
  • Eingestellte Sounds
  • Bluetooth-Verbindungen

Mehrere Echos verbinden für Drop-In-Anruf Echos als Gegensprechanlage nutzen

Wenn Du mehrere Echos miteinander verbunden hast, kannst Du diese außerdem noch dazu nutzen, um vom einen Gerät zum anderen einen Drop-In-Call zu machen. Bei zwei Echo Show sogar mit Video. So kannst Du vom Hobbykeller in der Küche „anrufen“ und fragen, ob das Essen schon fertig ist. 🙂

 

Wie Du eine Smart-Home-Gerätegruppe erstellst

Die Verbindung mehrerer Geräte (in unserem Fall jetzt Echos) nennt man Smart-Home-Gerätegruppe. Solche Gruppen erstellst und verwaltest Du mit der Alexa-App auf Deinem Smartphone oder Tablet. Als weitere Option geht das alternativ auch über die Web-Anwendung auf https://alexa.amazon.de. Du kannst natürlich auch mehrere verschiedene Gruppen anlegen und Deine Echos diesen zuordnen. Bedenke dabei allerdings, dass ein Echo nur einer Gruppe zur selben Zeit angehören kann. 

Neue Gruppe anlegen

In der Alexa-App öffnest Du also zuerst das Hauptmenü und tippst auf den Eintrag „Smart Home„. Hier wählst Du den mittleren Eintrag „Gruppen“ und tippst darin auf den Button „Gruppe hinzufügen„.

In der folgenden Seite wählst Du den Gruppentyp „Smart-Home-Gruppe„. Es gibt hier noch die „Multiroom-Musikgruppe“, aber das soll nicht unser heutiges Thema sein. 🙂

Namen für die Gruppe vergeben

Als nächstes kannst Du aus der Liste „Häufig benutzte Namen“ einen der Vorschläge für die neue Gruppe auswählen, oder Du vergibst Deine neuen Gruppe einen eigenen Namen. Beachte dabei die folgenden Punkte:

  • Wähle einen Namen, den Alexa leicht verstehen kann
  • Verwende einen Namen, der aus nur wenigen Silben besteht (idealerweise nicht mehr als 4)
  • Wenn Du mehrere Gruppen anlegst, gib diesen Gruppen Namen, die sich leicht voneinander unterscheiden lassen
  • Verwende keinen Namen, der bereits einem Echo zugeordnet ist
  • Vermeide Namen, die mit dem gleichen Wort beginnen (z. B. Arbeitszimmer und Arbeitsecke)

Echo-Geräte hinzufügen

Im nächsten Schritt wählst Du die Echo-Geräte aus der Liste aller bekannten Geräte, um sie der neuen Gruppe hinzuzufügen. Zuletzt speicherst die neue Gruppe mit dem Button „Hinzufügen„.

Beachte bitte auch, dass Du ein Echo nur jeweils zu einer Gruppe zuordnen kannst. Ein Gerät kann immer nur einer einzigen Gruppe zur selben Zeit angehören.

Smart-Home-Gerätegruppe verwenden

In der Alexa-App kannst Du Deine angelegten Gruppen später auch aktivieren oder deaktiveren, falls Du sie vorübergehend nicht brauchst. Ebenso kannst Du dort die Eigenschaften der Gruppe bearbeiten. Zum Beispiel den Namen ändern oder weitere Geräte hinzufügen oder Geräte entfernen, die Du nicht mehr benötigst oder einer anderen Gruppe zuordnen möchtest.

Wenn Deine Gruppe fertig angelegt ist, kannst Du Alexa nun anweisen, Geräte einer bestimmten Gruppe anzusteuern. Du sagst zum Beispiel: „Alexa, spiele Radio R.SH im Arbeitszimmer!“ oder „Alexa, spiele das Hörbuch ‚Der Turm‘ von Audible im Erdgeschoss!“. Alexa erkennt dann den Namen der Gruppe in Deinem Kommando und sendet den Befehl an alle verbundenen Echos der betreffenden Gruppe.

Mehrere Echos miteinander verbinden - Echo Dot spielt Musik über die Stereoanlage

Drop-In-Anruf verwenden

Um von einem Echo ein anderes anzurufen, sagst Du „Alexa, Drop-In“ plus den Namen des gewünschten Echo-Geräts. Um bei obigem Beispiel zu bleiben, also „Alexa, Drop-in Küche“. Damit rufst Du dann auf dem angesprochenen Echo an.

Willst Du den Anruf wieder beenden, sagst Du „Alexa, auflegen!“ oder „Alexa, Anruf beenden!“. Ganz einfach!

Komfort durch Alexa-Routinen

Besonders praktisch ist diese Möglichkeit dann, wenn Du Alexa sogenannte „Routinen“ beigebracht hast. Routinen sind eine Abfolge einzelner Aktionen, die unter einem einzigen Befehl zusammengefasst werden können. Du konfigurierst diese ebenfalls in der Alexa-App.

So könntest Du beispielsweise die Routine einrichten „Alexa, es ist Zeit, schlafen zu gehen!“. Alexa löscht dann das Licht im Wohnzimmer, schaltet den Fernseher aus, schließt die Haustür ab und dreht die Heizung herunter. Egal, von wo aus Du dieses Kommando gibst.

Alexa Routinen erhöhen Komfort, wenn man mehrere Echos miteinander verbindet

Welche Echos können Routinen verarbeiten?

Die Routinen sind auf Echos der zweiten Generation, dem Echo Dot, Echo Show, Echo Plus und Echo Spot verfügbar. Es gibt aber auch Geräte von Drittanbietern, die diese Funktion unterstützen. Wie zum Beispiel der Lautsprecher Sonos One, den wir im Beitrag über Multiroom-Lautsprecher schon vorgestellt haben.

So legst Du Routinen in der Alexa-App an

Gehe im Hauptmenü in die Einstellungen und dort in den Menüpunkt „Konto“ und dann auf „Routinen“.

Tippe den Button „Hinzufügen“ oben rechts und wähle dann die Auslöseaktion „Wenn dies passiert“. Hier kannst Du entscheiden, ob Du die Routine durch ein Sprachkommando aktivieren möchtest, oder zeitgesteuert. Zum Beispiel als Morgenritual pünktlich um 7 die Lichter einzuschalten, Musik abzuspielen und die Kaffeemaschine zu starten.

Als nächstes wählst Du die Aktionen aus, die Alexa in dieser Routine durchführen soll. Speichern, fertig!

Mehrere Echos miteinander verbinden für mehr Komfort

Du siehst, auch für Echos gilt „Gemeinsam sind wir stark!“. Der Vorteil, wenn Du mehrere Echos miteinander verbinden und gemeinsam betreiben kannst, ist groß! So wird Dein Smart-Home noch smarter, denn nun kannst Du es mit den passenden Skills und ein paar smart angelegten Routinen von überall aus steuern.

Ähnliche Beiträge

Smart Home Serie Teil 9 – Amazon Echo Home C... Im letzten Teil unserer Amazon Echo Smart Home Serie berichteten wir von dem Netatmo System in Verbindung mit Alexa: Smart Home Serie Teil 8 – Amazon Echo Netatmo In unserem neuen Teil der Amazon E...
Philips Hue im Test – Unsere Erfahrungen Eine Lampe, unendlich viele Möglichkeiten Das Philips Hue Lichtsystem gehört seit seiner Markteinführung im Jahre 2012 zu den beliebtesten LED-Systemen, die sich über WLAN steuern lassen. Der Grund...
Multiroom-Funktion auf dem Echo einrichten Höre Musik im ganzen Haus mit der Multiroom-Funktion Ein sehr nützliches und komfortables Feature, wenn Du mehrere Echos besitzt, ist die Multiroom-Funktion, mit der Du Deine Echos zu Gruppen zusamme...
Xiaomi Yeelight als Philips Hue Alternative Mit dem Smartphone oder Tablet ist es schon lange möglich, die Beleuchtung zu steuern. Die bekannteste Lösung ist sicherlich das Hue-System von Philips. Das niederländische Unternehmen lässt sich die ...
Facebooktwittergoogle_plus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vier × 1 =

*