Philips Hue im Test – Unsere Erfahrungen

Eine Lampe, unendlich viele Möglichkeiten

Das Philips Hue Lichtsystem gehört seit seiner Markteinführung im Jahre 2012 zu den beliebtesten LED-Systemen, die sich über WLAN steuern lassen. Der Grund dafür ist, dass das Philips Hue LED-Lichtsystem so vielseitig ist, wie kein anderes System und zudem auf den Einsatz mit dem Amazon Echo optimiert ist. Es gibt verschiedene Arten von Glühlampen, Tischleuchten und sogar Light Stripes. Das Licht lässt sich entweder per Fingertipp auf dem Smartphone, den Philips Hue Bewegungsmelder oder über die Sprache mit Amazon Alexa steuern. So kann man es nicht nur ein- und ausschalten, sondern auch nach belieben dimmen, und auf Knopfdruck hüllen sich die eigenen vier Wände sogar in eine von 16 Millionen Farben.

Damit Du das Beste aus diesem System herausholen kannst, haben wir uns das System in unserem Philips Hue Test etwas genauer angesehen.

Warum Philips Hue?

Das Ganze hört sich nach einer Menge Spielerei an? Das ist es für den einen oder anderen auch. Bevor ich mir das Philips Hue Lichtsystem gekauft habe, habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich ein solches Leuchtsystem überhaupt benötige. Ich habe schließlich bereits ein Magenta SmartHome System zu Hause. Auch darüber lässt sich selbstverständlich mit den bekannten Methoden das Licht steuern. Letztendlich bietet das Lichtsystem von Philips Hue aber weitaus mehr Möglichkeiten. Es hüllt den Raum im Handumdrehen in ein angenehmes und stimmungsvolles Farbambiente.

Spätestens, wenn die Tage nicht nur kälter, sondern auch kürzer und dunkler werden, sehnen wir uns nach etwas mehr Tageslicht und wünschen uns eine gemütliche Atmosphäre in unseren eigenen vier Wänden. Ein warmweißes Licht kann gerade dann in solchen Situationen wahre Wunder bewirken und sich positiv auf unsere Stimmung auswirken. Lädt man Freunde zu sich nach Hause ein, sei es für einen gemütlichen DVD-Abend, um etwas zu feiern oder einfach nur um beieinander zu sitzen und sich zu unterhalten, kann man den Raum passend dazu in das richtige farbenfrohe Licht hüllen. Ist das Licht zu hell oder dunkel, lässt sich die Lichtintensität mit dem Philips Hue System problemlos individuell einstellen. Muss man nachts auf die Toilette und hat sein Smartphone gerade nicht parat, schaltet sich das Licht sogar durch den separat erhältlichen Philips Hue Bewegungsmelder automatisch ein. Das Gerät erkennt sogar, dass es mitten in der Nacht ist und dimmt das Licht ganz automatisch herunter. Dieses hohe Maß an Flexibilität und Komfort hatte ich vorher nicht und möchte das auch nicht mehr missen.

Philips Hue einrichten

Das Philips Hue Lichtsystem lässt sich in der Regel schnell und leicht installieren. Man muss nur die Hue-Lampe ganz einfach gegen die vorhandene Glühlampe austauschen oder die komplette Hue-Leuchte an einem beliebigen Platz aufstellen und mit dem Strom verbinden. Anschließend muss man noch die Philips Hue Bridge mit der Steckdose und über das mitgelieferte Netzwerkkabel mit dem Router verbunden. Wenn auf der Hue Bridge alle drei Kontroll-Lichter leuchten, lädt man die Philips Hue App je nach Smartphone entweder aus dem Apple Store oder dem Google Play Store herunter. Die Philips Hue App führt einen dann Schritt für Schritt durch die Installation und innerhalb von ein paar Minuten ist das Philips Hue Leuchtsystem einsatzbereit. Selbst für jemanden, der mit Technik nicht viel am Hut hat, ist das Ganze wahrlich ein Kinderspiel.

Seit der Installation vor knapp zwei Jahren läuft das Phlilps Hue Lichtsystem bei mir zu Hause einwandfrei. Auch nach einem Stromausfall oder einer Unterbrechung des WLAN läuft es ohne mein Zutun reibungslos weiter. Neue Hue-Lampen oder auch die Philips living colors Iris lassen sich auch im Nachhinein ganz leicht und ohne viel Aufwand über die Philips Hue App und Betätigen des Buttons auf der Philips Hue Bridge zum Lichtsystem hinzufügen und darin einbinden. Genauso einfach lassen sich Philips-Lampen über die Philips Hue App auch wieder entfernen oder umbenennen. Letzteres ist gerade dann interessant, wenn man beispielsweise einer Philips Hue Iris (siehe Produkt-Karussell unten) dauerhaft einen neuen Platz in der Wohnung zuweisen möchte. Benennt man die Leuchte nach dem Raum, den sie ausleuchten soll, entstehen weniger Verwechslungen mit anderen Lampen im Philips Hue System. Das ist gerade dann von Vorteil, wenn man den Geräten Szenen zuweisen, in Routinen einbinden oder sie über die Amazon Echo Sprachsteuerung mit Hilfe von Alexa steuern möchte.

Philips Hue Szenen und Erfahrungen

Szenen sind vordefinierte Gruppen von (Farb-)Einstellungen für mehrere Leuchtmittel auf einmal, damit man mit einem einzigen Kommando beispielsweise die Beleuchtung eines ganzen Raumes (und damit die Stimmung darin) ändern kann. Hierbei kann man entweder auf voreingestellte Szenen in der Philips Hue App zurückgreifen und diese nach Belieben abändern oder aus eigenen Fotomotiven ansprechende Farben auswählen.

Sind die Szenen konfiguriert, sorgen sie auf Knopfdruck oder via Sprachsteuerung über Alexa für eine angenehme und stimmungsvolle Lichtatmosphäre im Raum. Ich persönlich nutze das aber eher weniger. Was ich aber wirklich sehr hilfreich finde, sind die Routinen, die man in der Philips Hue App einstellen kann. Routinen erleichtern meinen Alltag immens. Sie unterstützen mich beim Aufwachen, indem das Philips Hue Lichtsystem einen Sonnenaufgang imitiert und mich so sanft aus dem Tiefschlaf holt. Genauso helfen sie mir beim Einschlafen. Während ich noch ein Hörbuch höre, dimmt die Routine immer weiter die Helligkeit herunter und filtert dabei die blauen Anteile im Licht heraus, welche den Körper signalisieren würden, wach zu bleiben. So schlummere ich sanft ein.

Umgekehrt unterstützt das Philips Hue Lichtsystem durch einen höheren Anteil von Blau im Weißlicht sogar die Konzentration oder belebt und erfrischt durch kräftiges Tageslichtweiß die Stimmung. Und das Beste daran ist Fluch und Segen zugleich: Man kann die Routinen so einstellen, dass sie automatisch starten. Das finde ich gerade bei der „Aufwach“-Routine praktisch. Störend ist es aber dann, wenn man eigentlich Urlaub hat und vergisst die Routine auszuschalten. Andererseits: Fährt man im Urlaub weg, hat man dadurch den Vorteil, dass man damit eine belebte Wohnung simuliert und potenzielle Einbrecher abschreckt. Ist man aber im Urlaub zuhause und wird um 6 Uhr morgens ungewollt vom künstlichen Sonnenaufgang geweckt, ist das nicht mehr ganz so toll.

Auf Dauer kann das automatische Starten der Routinen also auch nervig sein. Auch wenn sich die Tage und die Uhrzeit unabhängig voneinander einstellen lassen, so geht man doch trotzdem nie immer zur gleichen Zeit ins Bett. Für Kinder, die einen geregelten Schlafrhythmus brauchen, ist das wahrscheinlich darum sinnvoller als für Erwachsene.

Philips Hue schaltet bei Abwesenheit automatisch alle Lichter aus

Ähnlich wie beim Tado Heizungssystem, wo sich die Heizung beim Verlassen des Hauses automatisch abschalten kann, erkennt die Philips Hue App über die Standortfreigabe, wenn man das Haus verlässt oder man sich diesem wieder nähert. Dadurch ist Philips Hue in der Lage, alle Hue-Lampen und -Leuchten automatisch auszuschalten, sobald man unterwegs ist und das Lichtsystem wieder einzuschalten, wenn man nach Hause kommt. Man kann sogar einstellen, welche Lampen bei Betreten des Hauses angehen sollen. Da das aber nur Sinn hat, wenn die Abenddämmerung anbricht, lässt es sich anpassen, dass erst nach Sonnenuntergang die Lichter angehen, wenn man wieder nach Hause kommt. Ich finde das sehr praktisch, und es erleichtert vieles. Wie oft kommt man im Dunkeln nach Hause und hat gerade -zum Beispiel nach dem Einkauf- beide Hände voll. Da ist es schwierig, den Lichtschalter zu betätigen. Auch hilft hierbei wieder die Unterstützung durch die Amazon Echo-Geräte, die es möglich machen, das Licht einfach per Sprachbefehl ein- und auszuschalten.

Philips Hue und Alexa

Das Philips Hue System ist schon seit dem ersten Release der Amazon Echo-Geräte in Deutschland in den Alexa Voice Service integriert. So lassen sich alle Smart-Home-Geräte und Leuchten, die an der Philips Hue Bridge angeschlossen sind, auch mit Hilfe von Alexa per Sprachbefehl bedienen. Einzige Ausnahme ist das im Spätherbst 2017 erschienene Echo Plus, welches mit der sogenannten ZigBee-Schnittstelle eine integrierte Bridge mitbringt, und ohne externe Bridges auskommt. Mit dem Echo Plus kann man das Philips Hue Lichtsystem direkt verbinden. Siehe hierzu auch unseren separaten Beitrag zum Amazon Echo Plus.

Die Beleuchtung des Raumes kann anschließend über das Echo-Gerät beispielsweise mit Befehlen wie „Alexa, schalte das Wohnzimmerlicht an“ oder „Alexa, dimme das Licht im Flur auf 50%“ gesteuert werden.

Alexa-Skill für Philips Hue nutzen

Mit Hilfe des Philips Hue Alexa-Skills lassen sich zusätzlich Szenen und Routinen per Alexa-Sprachbefehl nach dem Schema „[Aktion] [Szene] [Raum]“ steuern. Sage zum Beispiel Befehle wie „Alexa, schalte ‚Strandstimmung‘ im Wohnzimmer aus!“ oder „Alexa, schalte ‚Nordlichter‘ im Schlafzimmer ein!“, um die faszinierenden Ambiente-Szenen des Philips Hue Systems zu nutzen.

Zur Einrichtung muss lediglich der Skill in Alexa aktiviert und die Philips-Hue-App auf dem Smartphone installiert werden. Anschließend braucht man nur noch seinen Amazon-Account mit dem Philips-Hue-Konto zu verknüpfen. Danach können mit dem Befehl „Alexa, suche Geräte“ die eigenen Lampen und Leuchten in die Amazon-Echo-Steuerung integriert werden. Insgesamt können so bis zu 50 Leuchten in das Hue-System eingebunden werden.

Philips Hue Test

Fazit zu unserem Philips Hue Test

Das Philips Hue Lichtsystem ist für mich sicherlich Luxus. Jeder, der sagt, dass es auch einfache Glühlampen und Lichtschalter tun, hat natürlich recht. Ich möchte aber den Komfort, den das Philips Hue Lichtsystem bietet, nicht mehr missen. Es erleichtert meinen Alltag auf eine völlig unkomplizierte Art und Weise und bringt meine Wohnqualität auf ein völlig neues Niveau. Allein dadurch, dass man unterschiedliche Lichtfarben zur Verfügung hat und die Lichtintensität individuell einstellen kann, fühle ich mich in meinem Haus wesentlich wohler als mit dem langweiligen Licht einer herkömmlichen Glühlampe, oder noch schlimer: dem kalten Weiß einer Energiesparlampe. Wer noch kein Hue-System hat, sollte am besten zum Probieren mit dem Philips Hue Starterkit anfangen. Darin enthalten ist die Philips Hue Bridge sowie 3 RGB Leuchtmittel. Wer bereits ein Echo Plus besitzt, kann aber auch auf Erweiterungssets ohne Bridge zurückgreifen.

Wem das Hue-Lampensystem zu teuer ist, der sollte sich vielleicht alternativ das Osram Lightify System anschauen. Auch dieses haben wir im Einsatz und in unserem Osram Lightify Test vorgestellt. Eine weitere Philips Hue Alternative ist das preisgünstige Yeelight Beleuchtungssystem von Xiaomi.

 

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2 Gedanken zu „Philips Hue im Test – Unsere Erfahrungen

  • 17. September 2017 um 20:19
    Permalink

    Hallo und danke für deinen Beitrag!

    Ich bin auch am überlegen mir einige Philips Hue- Geräte anzulegen, nur ist bei mir noch eine Frage offen:

    Muss die Bridge mit den Lampen in Funkverbindung sein oder kommunizieren die Teile nach der Installation über das WLan?

    Ich würde gerne die Bridge nahe dem Router positionieren und im Wohnzimmer (welches am anderen Ende meines Hauses liegt) einige Lampen installieren, was bedeutet, das keine direkte Funkverbindung möglich wäre :-/

    vG, Manfred

    Antwort
  • 16. Oktober 2017 um 08:50
    Permalink

    @Manfred
    Bridge und Lampen kommunizieren mit einem eigenem Standard, nennt sich ZigBee. Die Reichweite erhöht sich hier mit jeder Leuchte der Hue Serie. Ich weiß nicht, wie groß Deine Wohnung ist aber i.d.R. sollte der Abstand nicht kein Problem sein. Falls doch, hilft es in jedem Fall, Hue-Leuchten auch zwischen dem Standort der Bridge und dem jeweiligen Raum einzuschrauben. Hue macht sowieso erst richtig Sinn, wenn mehr als ein Raum damit ausgestattet ist.

    Antwort

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