Der große Beamer Test und Vergleich

Beamer sind Projektoren, die das Bild eines Computers, einer Spielekonsole oder eines DVD-/BluRay-Players übertragen können und gerne in einer geselligen Runde, etwa bei einem Bundesligaspiel oder einem gemütlichen Filmeabend zum Einsatz kommen. In Kombination mit einer ebenen, weißen Wand ode reiner Leinwand ist ein qualitativ guter Beamer der optimale Ersatz für einen TV-Bildschirm, wenn für die Audio-Wiedergabe eine eigene Lösung in Form eines Heimkinosystems oder einer Soundbar existiert. Mittlerweile geben zwar viele Beamer ebenfalls den Sound aus, das klingt aber im Vergleich z.T. nach wie vor blechern und die Tiefe fehlt meist. Wir stellen Dir in unserem großen Beamer Test und Vergleich die aktuell besten Beamer vor und gehen genauer auf die einzelnen Modelle ein.

Zuletzt aktualisiert am: 19. März 2019


Inhaltsverzeichnis


Beamer werden immer günstiger

Vor wenigen Jahren noch war es ein Luxus, einen Beamer zu besitzen. Die Geräte waren oft sündteuer und hatten zudem noch das Problem, dass die Leuchtmittel schnell verschlissen waren. Der Austausch der Lampe kostete dann oft nochmals eine Menge Geld.

Aber inzwischen ist die Technik weit vorangeschritten, und LEDs haben Einzug in die Beamertechnik gehalten. Das macht sie nicht nur haltbarer, sondern auch erschwinglicher für den Konsumenten. Es gibt heute schon Geräte für unter 100 EUR! Dass diese dann mit Top-Beamern nicht Schritt halten können, leuchtet ein (Wortwitz! :-)), aber sie erfüllen häufig schon ihren Zweck.

Drei Technologien sind am verbreitetsten

Wenn man durch die Prospekte der Anbieter blättert, sieht man zumeist drei verschiedene Technologien, mit denen die Beamer arbeiten: LCD, LED und DLP. Wir erklären Dir kurz in wenigen Sätzen den Unterschied zwischen den dreien.

LCD-Beamer erzeugen ein Bild auf einem oder drei transparenten LC-Display(s), welches dann von einer lichtstarken Glühlampe durch ein Linsensystem Richtung Leinwand projiziert wird. Wie bei einem klassischen Dia-Projektor. Nachteil dieser Technik ist eine gewisse Trägheit der LCDs, wodurch sich bei schnellen Bildbewegungen Verwischungen abzeichnen können.

Beamer mit LED-Technik arbeiten ähnlich, ebenfalls mit Linsenoptik, verwenden aber eine Matrix aus LEDs als Lichtquelle, um gleichzeitig ein fertiges Bild zu erzeugen.

DLP steht für „Digital Light Processing“ und funktioniert ganz anders. In einem sehr komplizierten Verfahren wird ein pulsierender Lichtstrahl so gesteuert, dass er einen einzelnen Bildpunkt darstellt. Also in Farbe und Helligkeit. Über eine Matrix aus mikroskopisch kleinen Spiegeln wird dieser einzelne Lichtstrahl zur Leinwand gesendet. Das Bild wird also erst zum Zeitpunkt des Projizierens erzeugt. Pixel für Pixel baut der DLP-Projektor das Bild sozusagen auf der Leinwand auf.

Welcher Beamer ist der Richtige für mich?

Um diese Entscheidung treffen zu können, musst Du Dir drei Fragen beantworten:

  • Welches Budget habe ich zur Verfügung?
  • Wie hell ist die Umgebung, in der ich den Beamer nutzen werde?
  • Wie will ich den Beamer mit dem Bildsignal versorgen?

Was können günstige Beamer schlechter als teure?

Preisgünstigere Beamer haben meist nur eine geringere Auflösung. Du wirst die Übertragungen also ggf. nicht in Full-HD sehen können, weil der Beamer nur z.B. 800 x 480 Bildpunkte (Pixel) anzeigen kann. Oft werben Hersteller damit, dass ihre Beamer auch Full-HD verarbeiten können, obwohl sie in Wirklichkeit eine geringere Auflösung haben. Das bedeutet aber nur, dass der Beamer das Signal am Eingang verarbeiten kann und das Bild auf die tatsächlich verfügbaren Pixel herunterrechnet. Ergebnis: Verlust von Details. Also gut aufpassen vor dem Kauf, was die tatsächlich verfügbare Auflösung ist!

Weitere Merkmale, bei denen man Abstriche machen muss, sind die Flexibilität bei der Größe der Bilddiagonale, die sich nur durch den Abstand des Beamers zur Projektionsfläche variieren lässt. Auch sind oft Lichtstärke, Kontrast und Farbwiedergabe nicht mit den Werten hochklassiger Geräte vergleichbar.

Warum ist die Helligkeit der Umgebung wichtig?

Gerade im unteren Preissegment sind die Geräte wie gesagt nicht sehr leuchtstark. Das heißt, wenn Du am Nachmittag bei Sonnenlicht im Garten etwas schauen möchtest, wird das Licht, das der Beamer zur Leinwand schickt, vom Sonnenlicht überstrahlt. Du siehst also unter Umständen wenig bis nichts. Für diesen Fall ist es am besten, Beamer und Leinwand zusammen in den Schatten zu stellen. Zum Beispiel in eine Garageneinfahrt. Oder unter eine selbstgebaute Bühne aus schwarzen Tüchern. Aber wenn Dein Budget es zulässt, dann ziehe einen tageslichttauglichen Beamer in Erwägung, der leuchtstark genug ist, auch im Freien ein gutes Bild abzuliefern.

Wie verbinde ich den Beamer mit der Bildquelle?

Typischerweise wird der Beamer über ein Kabel (meist HDMI) mit dem Satellitenreceiver oder der TV-Box verbunden. Smarte Beamer wollen wir aber kabellos betreiben. Wir haben uns darum Geräte herausgesucht, zu denen man das Bildsignal nach Möglichkeit über WLAN streamen kann. Dies ist meist schon mit einem WLAN-Dongle oder einem FireTV- oder Chromecast-Stick möglich. So reicht dem Beamer ein Stromkabel (es gibt übrigens auch akkubetriebene für das Beam-Erlebnis unterwegs!), und Du hast keinen Kabelsalat im Zuschauerraum.

Beamer Test und Vergleich

Wir stellen Dir in unserem großen Beamer Test und Vergleich verschiedene Beamer in mehrere Kategorien vor, da es mittlerweile Hunderte Geräte von Dutzenden Herstellern gibt und es manchmal nicht ganz einfach ist, den Überblick zu behalten. Dabei präsentieren wir die jeweils drei besten Beamer in den Kategorien HD Beamer und Mini Beamer.

Die besten HD Beamer

ModellEpson EH-TW650 BenQ TH683Acer P5530
Preisca. 530€ca. 540€ca. 700€
BeamertypLCD-BeamerDLP-BeamerDLP-Beamer
Auflösung1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel1920 x 1080 Pixel
Maximale Bildschirmdiagonale330 Zoll300 Zoll300 Zoll
Helligkeit3100 Lumen3200 Lumen4000 Lumen
Kontrast15000:110000:120000:1
Klangqualität★★★★★★★★★★★★★★
Betriebslautstärke★★★★★★★★★★★★
Lebensdauer Lampenbis 7500 Stundenbis 4000 Stundenbis 5000 Stunden
Maße25,2 x 30,2 x 9,2 cm22 x 37 x 10 cm21,4 x 9,8 x 31,5 cm
Gewicht2,7 kg2,75 kg2,4 kg

Die Testsieger im Detail

Epson EH-TW650

Der Epson EH-TW650 garantiert ein einwandfreies Heimkino- und Gaming-Vergnügen in Full HD-Auflösung. Eine Farb-/Weißhelligkeit von 3100 Lumen sorgen für brilliante und lebendige Bilder auch in heller Umgebung. Dank dem hohen Kontrastverhältnis von 15000:1 erzielt der Beamer klar definierte Schattendetails und tiefe Schwarztöne. Die zahlreichen Schnittstellen ermöglichen den Anschluss mehrerer Geräte wie z.B. einem BluRay-Player und einer Spielekonsole für schnelle Wechsel der Inhalte oder der Anzeige als Split-Screen. Über ein integriertes Wi-Fi-Modul lassen sich Inhalte außerdem auch bequem über WLAN streamen. Der Epson EH-TW650 kann wahlweise im Standard- oder Energiesparmodus betrieben werden und verfügt über eine automatische Lampendimmung-Funktion, welche das eingehende Signal analysiert und die Helligkeit der Lampe entsprechend einstellt, um Strom zu sparen. Nur der fehlende 3D-Modus trüben das Bild dieses Beamers etwas.

 BenQ TH683

Der BenQ TH683 ist ein lichtstarker Allrounder, der mit seinem speziellen, bereits integrierten Sport-Modus vor allem bei Live-Übertragungen, z.B. bei einem Fussballspiel mit seinen rasanten Spielzügen für ein scharfes Bild und flüssige Bewegungen sorgt. Der Beamer überzeugt mit einer Full HD-Auflösung und einer Lichtstärke von 3200 Lumen, die das Kinoerlebnis sowohl innen als auch außen ermöglichen. Als Anwender kann man frei entscheiden, ob man die Wiedergabe in 2D oder 3D erleben möchte, denn 3D-Brillen können optional zum Beamer bestellt werden. Ein weiterer Pluspunkt des BenQ TH683 ist die dank der 10 Watt-Lautsprechern verbesserte Audio-Leistung und der klare Klang, ohne dass zwingend ein externes Audiosystem benötigt wird.

Acer P5530

Der Acer P5530 sorgt dank Full HD-Auflösung, leuchtstarken 4000 Lumen und einem sehr hohen Kontrast von 20000:1 auch bei Tageslicht für ein gestochen scharfes und helles Bild. Der interne 16 Watt-Lautsprecher sorgt außerdem für einen satten Sound. Über den HDMI-Port kann das optionale Acer WirelessHD-Kit oder der Acer WirelessCAST angeschlossen werden, damit die Inhalte kabellos vom TV-Receiver, der Spielekonsole, dem Notebook, Tablet oder Smartphone über den Beamer wiedergegeben werden können. Die SmartEco-Technologie verbessert die Lebensdauer der Lampe um bis zu 80% und senkt den Energieverbrauch gleichzeitig um bis zu 70%. Mit dem SmartEco-Modus wird die Lampenleistung energieeffizient an die Bildinhalte angepasst und erzeugt jeweils nur so viel Licht, wie benötigt wird. Kontrastverhältnis und Helligkeit werden dabei optimiert.

Die besten Mini Beamer

ModellQKK AK-80Apeman M4RAGU Z400
Preisca. 100€ca. 200€ca. 70€
BeamertypLED-BeamerLED-BeamerLED-Beamer
Auflösung800 x 480 Pixel854 x 480Pixel800 x 480 Pixel
Maximale Bildschirmdiagonale170 Zoll100 Zoll130 Zoll
Helligkeit2000 Lumen3500 Lumen1200 Lumen
Kontrast2000:11000:11000:1
HDMI-Anschluss
USB-Anschluss
Audio-Ausgang
Bluetooth
Akku-Laufzeitkeine Angabe2 Stundenkeine Angabe
Inkl. Tragtasche
Maße19 x 17 x 5 cm10 x 10 x 2 cm32 x 21 x 12 cm
Gewicht960 g210 g1 kg

Die Testsieger im Detail

QKK AK-80

Der QKK AK-80 bietet ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis und verfügt über gute Spezifikationen für einen Mini Beamer. Die Auflösung des Beamers beträgt nativ 800 x 480 Pixel, welche auf 1920 x 1080 hochskaliert werden kann bei Bedarf und einem Seitenverhältnis von 16:9 oder 4:3. Eine für Mini Beamer beachtliche Bildschirmdiagonale von 170 Zoll, sowie eine gute Helligkeit von 2000 Lumen und ein Kontrastverhältnis von 2000:1 sorgen für eine angemessene Bildqualität, auch wenn diese natürlich nicht mit herkömmlichen HD Beamern mithalten kann. Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten, welche den QKK AK-80 zu einem echten Multimedia-Entertainment-Alrounder machen. So können über das mitgelieferte HDMI-Kabel eine TV-Box oder PC und Laptop angeschlossen, USB-Sticks wiedergegeben oder sogar eine SD-Karte eingesteckt werden. Die mitgelieferte Tragtasche für den sicheren Transport des Mini Beamers und die inkludierte Hersteller-Garantie über drei Jahre runden das Paket perfekt ab.

Apeman M4

Der Apeman M4 ist zwar der Teuerste unserer Testsieger in der Kategorie Mini Beamer, aber auch einer der kompaktesten und leichtesten Modelle, die es aktuell auf dem Markt gibt. So wiegt dieser Mini Beamer nur unglaubliche 210 Gramm und ist ganze 2 Zentimeter hoch. Dank der schlanken Bauweise ist er der perfekte Begleiter für unterwegs und passt bequem in jede Hosen- oder Jackentasche. Mit einer Helligkeit von 3500 Lumen hängt der Apeman M4 den Großteil der Konkurrenz in der Kategorie der Mini Beamer problemlos ab. Wie bei den meisten Mini Beamern ist der Sound zwar nicht schlecht und im Vergleich zu früher sogar ziemlich gut, dennoch empfiehlt es sich für ein entsprechendes Kinoerlebnis einen externen Lautsprecher, z.B. eine Soundbar anzuschliessen. Bei Bestellung inklusive sind HDMI-Kabel, USB-Ladekabel sowie ein kleines Stativ.

 

RAGU Z400

Der RAGU Z400 liest sich von den Spezifikationen unserer Testsieger in der Kategorie Mini Beamer am „schlechtesten“, ist mit einem Preis von 70 Euro aber auch einiges günstiger. Die native Auflösung des Beamers beträgt 800 x 480 Pixel und die maximale Bildschirmdiagonale 130 Zoll. Die Helligkeit mit 1200 Lumen und der Kontrast mit 1000:1 sind nicht überragend, es sollte aber in abgedunkelten Räumen dennoch für ein klares, qualitativ gutes Bild reichen. Der RAGU Z400 verfügt über alle nötigen Anschlüße: HDMI, VGA, 2 x USB, Audio-Ausgang und einen SD-Kartenleser. Außerdem ist er im Vergleich zu anderen Mini Beamern dank des ausgeklügelten Kühlsystems und der Rauschunterdrückungstechnologie sehr leise im Betrieb. Im Lieferumfang inbegriffen sind ein HDMI-, ein AV- und ein USB-Ladekabel.

Fazit zum Beamer Test

Wie Du siehst, ist die Auswahl an guten Beamern mittlerweile enorm und es kommen fast täglich neue Modelle mit weiteren nützlichen Funktionen auf den Markt. Während HD Beamer ein gestochen scharfes Bild, eine große Bildschirmdiagonale für gesellige Filmabende oder Sport-Events mit Freunden und Bekannten liefern, überzeugen Mini Beamer durch einen günstigen Preis, ein kompaktes Design und meist über einen integrierten Akku für maximale Flexibilität. Ich selbst verwende seit ein paar Monaten den QKK AK-80 für Präsentationen bei Kunden und zu Hause als Alternative zu meinem Fernseher und bis sehr zufrieden mit der Anschaffung. Auch bei einem Campingausflug und bei Tageslicht konnte ich den Mini Beamer schon testen und bin restlos überzeugt vom Ergebnis. Wenn Du Zweifel hast oder Dir bei der Auswahl eines passenden Beamers unsicher bist, empfehle ich Dir einen Blick auf die Kundenrezensionen auf Amazon oder vergleichbaren Portalen zu werfen und Dir somit eine Meinung zu bilden.

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Ein Gedanke zu „Der große Beamer Test und Vergleich

  • 22. November 2018 um 00:55
    Permalink

    Danke für den Tipp! Habe mir jetzt für meinen Beamer einen Fire TV Stick bestellt.

    Antwort

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