Smart-Home-Serie Teil 5 – Qivicon und Amazon Echo

Im vorherigen vierten Teil der My-Echo Smart-Home-Serie ging es um das Amazon Echo in Verbindung mit dem System von tado: Smart Home Serie Teil 4 – Amazon Echo tado. Mit dem 5. Teil unserer Beitragsserie nehmen wir nun die Smart-Home-Systemplattform Qivicon der Deutschen Telekom genauer unter die Lupe.

(Zuletzt aktualisiert am: 17. Oktober 2018)

Es war klar, dass die Telekom für seine Qivicon Smart-Home-Produkte eine Schnittstelle zur Anbindung des Amazon Echo schaffen würde. Bereits vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum des Amazon Echo in Deutschland konnten seinerzeit ausgewählte Magenta SmartHome-Kunden an einer exklusiven Testphase teilnehmen. Die Kunden erhielten dafür von der Telekom eine Einladung und konnten sich mit dieser direkt ein Amazon Echo noch vor dem offiziellen Verkaufsstart bestellen. Damit sammelte die Telekom wertvolle Erfahrungen für die Verbesserung der Schnittstelle und eine optimale Einbettung des Amazon Echo in die restlichen Produkte.


Übersicht über die Artikel unserer Smart Home Serie:
1. Homematic – Das Allround Paket
2. Innogy – Der Smarte Energieversorger
3. Musik hören mit Sonos
4. Smarte Heizungssteuerung mit tado
5. Qivicon – Telekom
6. Philips Hue – Das innovative Beleuchtungssystem
7. Das flexible Lampensystem – Osram Lightify
8. Netatmo – Wetter und Heizungsteuerung
9. Home Connect – Sprachgesteuerte Haushaltsgeräte
10. Devolo Home Control – Das vernetzte Komplettpaket
>>Die 7 besten Alexa kompatiblen Smart Home Geräte<<


Was ist Qivicon?

Qivicon ist eine 2011 von der Telekom gegründete Allianz mehrerer Hersteller von Smart-Home-Produkten. Ziel ist es, die Smart-Home-Revolution voranzubringen, indem man die Produkte vieler Anbieter und verschiedener Funkstandards zueinander kompatibel und damit miteinander kombinierbar macht. Gemeinsam ist man erfolgreicher, als wenn jeder Hersteller seine eigenen Standards definiert.

Das Qivicon-System ist wie gesagt eine herstellerübergreifende Plattform für Smart-Home-Produkte. Etliche namhafte Hersteller wie beispielsweise EnBW, Telekom, eQ-3 (siehe auch unseren Homematic-Beitrag), Osram, Miele, SONOS, Logitech, Philips und viele mehr sind vereint in der gemeinsamen Qivicon-Plattform. Qivicon verwendet offene Standards, so dass sich jederzeit weitere Hersteller dieser Plattform anschließen können. Dadurch ist es möglich, besonders viele Geräte verschiedener Hersteller zentral über eine Plattform zu steuern. Ob Türen, Überwachungskameras, Waschmaschinen, Heizkörperthermostate, Beleuchtung, Rauchmelder, etc., aktuell sind mehr als 300 Geräte der verschiedensten Anbieter mit dem Qivicon-System steuerbar. Und das alles unter den einheitlichen Datenschutzbestimmungen der  Deutschen Telekom. Denn alle Daten, die das System verwendet, sind ausschließlich auf Servern in deutschen Rechenzentren gespeichert und unterliegen damit deutschen Gesetzen.

Amazon Echo Qivicon

Mit dem Qivicon-System zielt man auf drei wesentliche Aspekte des intelligenten Zuhauses ab: 

  •  Sicherheit
    Alarmanlagen, Sensoren zur Sicherung von Fenstern und Türen, Bewegungsmelder, Überwachungskameras, Anwesenheitsvortäuschung durch Pläne zum Einschalten von Licht und Radio, Schutz vor Unwetterschäden durch Markisen und Rollo-Steuerung
  •  Komfort
    Kombinierte Steuerung mehrerer Geräte, Licht und Heizung, Musik und Fernsehen, Automatisierung sich wiederholender Abläufe (z. B. morgens beim Aufstehen), etc.
  •  Energiesparen
    Auswertung des Energieverbrauchs per App, optimale Einstellung von Temperatur je Bedarf, Lichtsteuerung, Sensoren zur Erkennung von Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Erkennung geöffneter Fenster

Der Vorteil des Qivicon-Systems liegt eindeutig darin, dass Du damit sicher sein kannst, dass alle Geräte problemlos miteinander kombinierbar sind, und Du nicht -im worst case- mehrere Gateways oder Steuerzentralen benötigst.

Wie arbeitet das Qivicon-System?

Das Herzstück des Qivicon-Systems ist die Qivicon Home Base. Sie kommt komplett ohne Verkabelung sowie ohne jede Art von baulicher Veränderung an Deiner Wohnung/Deinem Haus aus. Den Vermieter wird es freuen! Und wenn Du umziehst, kannst Du alles einfach mitnehmen, sogar, wenn Du am neuen Wohnort keinen Telekom-Anschluss hast. Die Qivicon Home Base hat WLAN integriert und kann damit an einem beliebigen Ort im Haus aufgestellt werden. Mit ihr lassen sich sämtliche Komponenten drahtlos steuern und regulieren, unabhängig vom Funkstandard, den das Gerät verwendet. So kannst Du zum Beispiel Philips-Lampen durch einen Bewegungsmelder von eQ-3 anschalten lassen.

Konfiguration mit der Magenta SmartHome App

Zur Konfiguration und Bedienung verwendest Du die App Magenta SmartHome. Sie ist kostenlos für iOS und Android erhältlich:

    

Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet und ermöglicht eine intuitive Bedienung der verbundenen Geräte. Alternativ kann zur Steuerung auch das eigene Smartphone, mit Hilfe der unterschiedlichen Apps der Qivicon Partnerunternehmen, verwendet werden. Die weiteren Qivicon-Produkte lassen sich ganz einfach über die App oder die Benutzeroberfläche hinzufügen. Dazu gehören beispielsweise Tür- und Fensterkontakte, Funk-Thermostate oder auch ganze Sicherheitspakete mit allem, was man für den Anfang braucht.

In der App kannst Du Geräte bennen, sie zu Gruppen zusammenfassen und gemeinsam steuern.

Was kostet das Smart Home mit Qivicon?

Kommen wir nun zum „Haken“ an der Sache. 🙂 Natürlich bietet die Telekom diese ganzen Features nicht gratis an. Um das Magenta SmartHome nutzen zu können, musst Du einen Dienst buchen. Zusätzlich zur Anschaffung der Hardware wird für den Magenta SmartHome Dienst eine monatliche Gebühr von EUR 4,95 fällig. Dafür erhältst Du eine Cloud-basierte Speicherung Deiner Überwachungsvideos, die Automatisierung per Situationen, das Alarmsystem mit Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone, den Haushüter mit Anwesenheitssimulation und eine Benachrichtigung per SMS im Alarmfall (falls für Push-Nachrichten gerade kein Internetzugang verfügbar ist). Weitere Infos findest Du auf der Website von Magenta SmartHome.

Übrigens: Falls Du bereits Telekom-Kunde bist und einen Speedport Smart als Router verwendest, kannst Du auf die Anschaffung der Home Base verzichten, denn diese ist bereits im Speedport integriert. Das spart 129 EUR! 🙂

Um das alles erst einmal auszuprobieren, kannst Du mit dem Dienst „Magenta SmartHome Basic“ einen Monat lang mit eingeschränktem Funktionsumfang kostenlos testen, ob das Ganze überhaupt Deinen Erwartungen entspricht. Voraussetzug hierfür ist die App „Magenta SmartHome“ sowie entweder eine Qivicon Home Base oder eine Speedport Smart. Als Funktionen kannst Du gratis die Fernsteuerung, das Kamera-Streaming, die Push-Benachrichtigungen sowie die Automatisierung mit einer Situation mit einem Sensor und einem Aktor testen.

Qivicon und das Amazon Echo 

Mit Bekanntgabe des Starttermins für das Amazon Echo kündigte die Deutsche Telekom seinerzeit auch gleich an, kompatibel mit dem (damals noch neuen) Alexa Voice Service zu sein. Dafür gibt es in der Alexa-App den Magenta SmartHomeSkill. Mit diesem lassen sich sämtliche Geräte des Qivicon-Systems steuern, und so kannst Du mit Alexa die Jalousien, das Licht oder das Alarmsystem bedienen. Des weiteren gibt es die Möglichkeit sogenannte „Situationen“ zu konfigurieren und diese dann ein- und auszuschalten.

Der Alexa-Skill
Der Alexa-Skill „Magenta SmartHome“ im Skill-Store

Ergänzend zum oben genannten Hinweis bezüglich des Datenschutzes -für diejenigen, die darauf besonders achten- sei hier angemerkt, dass bei Verwendung des Alexa-Skills Daten auf Servern von Amazon gespeichert werden. Dazu gehören die Namen und IDs der „Situationen“, der Geräte und Räume, die Du in der App definierst. 

Einstellungen bündeln mit „Situationen“

Die oben erwähnten Situationen sind eine Gruppierung von speziell festgelegten Einstellungen für einzelne oder mehrere Geräte. Damit kannst Du dann vordefinierte Einstellungen für verschiedene Geräte zusammenfassen und gleichzeitig anwenden. Beispiel: Du definierst eine Situation „Schlafenszeit“, in welcher Einstellungen für Beleuchtung, Heizung und Fenster konfiguriert sind. Mit dem Kommando „Alexa, aktiviere Schlafenszeit“ schaltet Alexa das Licht aus, senkt die Heizungstemperatur ab und lässt die Rollläden herunter fahren.


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Sicherheit

Um zum Beispiel Deine Alarmanlage zu konfigurieren, kannst Du eine Situation „Außer Haus“ definieren, in der Du die Komponenten Überwachungskamera, Bewegungsmelder, Tür-/Fensterkontakte, Alarmanlage und Beleuchtung kombinierst. Wenn sich jemand unbefugt nähert, kannst Du Dir so direkt auf Dein Smartphone aktuelle Kamerabilder senden, alle Lichter einschalten und eine Sirene ertönen lassen. Wenn Du mit dem Smartphone wieder nach Hause kommst, kannst Du die Situation „Außer Haus“ automatisch deaktivieren.

Hierfür würdest Du beispielsweise die folgenden Produkte benötigen:

Durch eine Situation „Anwesenheit vortäuschen“ kannst Du Lichter, Radio und/oder Fernseher ein- und ausschalten, morgens die Rolläden hoch- und abends wieder herunterfahren, so dass es von außen aussieht als sei jemand zuhause. Selbst wenn Du im Urlaub bist.

Komfort

Für einen gemütlichen Fernsehabend legst Du beispielsweise eine Situation „Heimkino“ an. Darin dimmst Du die Lampen auf 30%, aktivierst die farbige Hintergrundbeleuchtung des Fernsehers, fährst die Rolläden herunter und aktivierst Deinen TV-Stick. Passende Produkte hierfür wären:

Du willst wissen, wie lange die Waschmaschine noch läuft, was der Trockner gerade macht, oder ob die Kaffeemaschine noch an ist? Mit einem Blick auf die App checkst Du den Status auch von unterwegs und hast immer den Überblick. Möglich ist das beispielsweise hiermit:

Energie sparen

Natürlich ist ein wichtiger Vorteil eines Smart-Homes auch der, mit den Ressourcen intelligent und effizient umzugehen. Warum soll das Licht brennen, oder die Heizung warm sein, wenn Du das nicht brauchst? Mit einer Qivicon Home Base, Tür-/Fensterkontakte und Heizkörper-Thermostate schaffst Du die Grundausstattung. Wenn Du dazu einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor verwendest, kannst Du direkt loslegen und behältst Deine Heizkosten im Griff.

Fazit zur Qivicon Smart-Home-Plattform

Was die Telekom in den mittlerweile 7 Jahren seit Beginn der Initiative auf die Beine gestellt hat, ist beachtlich. In kaum einem anderen System kann man so viele unterschiedliche Geräte der verschiedensten Hersteller miteinander kombinieren. Über 300 Geräte sind es mittlerweile, und es werden noch mehr. Die Telekom ist Garant für eine sichere Speicherung Deiner Daten und stellt zudem sicher, dass alle unter dem Dach der Telekom vereinten Produkte damit problemlos funktionieren.

*Bildrechte: Qivicon (www.qivicon.com/de)

 

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