Smart-Home-Serie Teil 2 – innogy SmartHome

Der erste Teil unserer Smart-Home-Beitragsserie berichtete davon, wie das Amazon Echo mit dem Smart-Home-System von Homematic zusammenarbeitet (siehe Smart Home Serie Teil 1 – Amazon Echo und Homematic). In diesem zweiten Teil der Smart-Home-Serie geht es nun um das System von innogy SmartHome und seine Produkte darin.

Teile der Smart-Home-Serie:
1. Homematic – Das Allround Paket
2. Innogy SmartHome
3. Musik hören mit Sonos
4. Smarte Heizungssteuerung mit tado
5. Qivicon und Amazon Echo
6. Philips Hue – Das innovative Beleuchtungssystem
7. Das flexible Lampensystem – Osram Lightify
8. Netatmo – Wetter und Heizungsteuerung
9. Home Connect – Sprachgesteuerte Haushaltsgeräte
10. Devolo Home Control – Das vernetzte Komplettpaket
>>Die 7 besten Alexa kompatiblen Smart Home Geräte<<

Ähnlich wie andere Hersteller von Smart-Home-Systemen bietet auch innogy ein nahezu komplettes Produktspektrum an Geräten und Dienstleistung rund um die intelligente Haussteuerung an. Dazu gehören unter anderem  Thermostate, Rauch- und Bewegungsmelder, Alarmsysteme bis hin zu WLAN-Steckdosen. Zur Bedienung vom Smartphone aus gibt es selbst verständlich eine eigene App: innogy SmartHome, in der Du alle Einstellungen und Kontrollen vornehmen kannst. Aber eins nach dem anderen…

Wer oder was ist innogy SmartHome?

innogy SE ist eines der führenden europäischen Energieunternehmen. Der Name ist eine Kontraktions der Wörter „Innovation“ und „Energy“ und soll die Zukunftsorientiertheit des Energieversorgers symbolisieren. Innogy ist eine Tochtergesellschaft der E.ON SE (ehemals RWE AG), dem zweitgrößten Energieversorger Deutschlands. Das Unternehmen beschäftigt etwa 40.000 der insgesamt 60.000 Mitarbeiter der E.ON SE. Außer den klassischen Produkten und Dienstleistungen eines Energieversorgers hat man mit dem Markennamen „innogy SmartHome“ ein ganzheitliches Konzept im Portfolio, mit dem der Kunde einerseits von den weit gefächerten Kompetenzen und technischen Möglichkeiten des Großunternehmens profitieren kann und andererseits sicher sein kann, dass die unter dem Namen innogy SmartHome angebotenen Produkte 

Ein großer Vorteil ist die offene Schnittstelle zur innogy SmartHome-Plattform. Diese macht es anderen Herstellern möglich, ihre eigenen Produkte in die innogy Plattform zu integrieren. Aktuell kann das innogy System auch Produkte der Firmen: Philips, Samsung, Miele, Buderus, Yale und Netatmo steuern. So können diese auch mittels innogy SmartHome Software gesteuert werden. Welche Geräte aktuell mit dem innogy SmartHome kompatibel sind, verrät Dir die Kompatibilitätsliste (PDF, 181 kB).

Amazon Echo Innogy

innogy SmartHome – Die Produktpalette

Die Produktpalette von innogy SmartHome umfasst eigentlich das gesamte Spektrum an Geräten, die man im Haus verwenden kann. Von einfachen Lichtschaltern über Heizungsthermostaten bis hin zu Sicherheitskomponenten wie Rauch- und Bewegungsmeldern. Wenn Du erst damit beginnst, Dein Zuhause zum Smart-Home umzurüsten, gibt es für verschiedene Anwendungszwecke passende Starterpakete, in denen die jeweiligen Komponenten zusammegefasst sind.

Falls Dein Hauptziel (zu Beginn) ist, Heizkosten zu sparen, gibt es ein Startpaket mit Zentrale und drei Heizkörperthermostaten. Liegt das Hauptaugenmerk zum Beispiel auf Einbruchsschutz, gibt es das Starterpaket mit Zentrale, Tür-/Fenstersensor, Bewegungsmelder, zwei WLAN-Steckdosen und Sirene. Natürlich sind alle Sets beliebig erweiter- und kombinierbar.

Die einzelnen Geräte sind bei innogy in drei verschiedene Kategorien eingeteilt, je nach Verwendungszweck. Natürlich sind dabei gewisse Überschneidungen nicht zu vermeiden, weil manches Gerät für mehrere Zwecke gut geeignet ist.

Alle Geräte kannst Du in sogenannten „Szenarien“ miteinander kombinieren, um sie gleichzeitig anzusteuern.

Produktlinie „Energie sparen“

Zu dieser Produktlinie gehören die Heizkörperthermostate, Lichtschalter (Auf- und Unterputz), Tür-/Fenstersensoren (für die Heizungssteuerung), Zwischensteckdosen für Innen und Außen, das „SmartHome Energy Control Set“ (intelligenter Stromverbrauchszähler) sowie der Kombischalter namens „Wandsender“, mit dem man mehrere Geräte auf einmal schalten kann. Dieser kann dank Batteriebetrieb überall kabellos montiert werden, wo Du ihn brauchst. Zum Beispiel neben der Haustür, um mit einem „Tap“ alle Lichter auszuschalten.

Produktlinie „Komfort“

In der Produktlinie „Komfort“ findest Du die Geräte, die Dir den Alltag erleichtern und mehr Bequemlichkeit bringen. 

Zusätzlich zu den oben bereits genannten Geräten, mit denen Du Deinen Energieverbrauch im Zaum halten kannst, gibt es in dieser Kategorie noch Dimmer, Rolladensteuerung, eine Fußbodenheizungssteuerung sowie eine Fernbedienung. 

Produktlinie „Sicherheit“  

Zum Thema Sicherheit gehört nicht nur der Einbruchs-, sondern auch der Brandschutz. Darum gibt es von innogy SmartHome hierfür eigene Rauchmelder, wiederum Tür-/Fenstersensoren, Bewegungsmelder für Innen und Außen, Überwachungskameras für Innen und Außen (von Samsung) sowie eine Alarmsirene. 

Ein besonderer Clou ist übrigens die Verwendung der Rauchmelder als Sirene. So kannst Du zum Beispiel eine Kombination aus Rauchmelder und Tür-/Fenstersensoren oder Bewegungsmelder als Alarmanlage einsetzen. Rührt sich bei scharfgeschalteter „Alarmanlage“ etwas im Erfassungsbereich der Bewegungsmelder oder öffnet jemand ein Fenster oder eine Tür, schrillt der Rauchmelder auch schon los. Und jeder weiß, wie laut so ein Rauchmelder sein kann.

Amazon Echo und innogy

Dank der bereits vorhandenen Integration in die Smart-Home-API von Alexa sind die innogy SmartHome-Produkte direkt mit dem Amazon Echo zu steuern. Mit einfachen Befehlen wie „Alexa, schalte das Licht im Schlafzimmer an“ oder „Alexa, fahre die Rolläden hoch“ lassen sich die jeweiligen Komponenten per Sprachbefehl bedienen. Auch Geräte wie Thermostate, Lichtschalter, Tür- und Fenstersensoren kannst Du mit Alexa steuern und überwachen. Mit Hilfe von Zwischensteckern kannst Du zudem noch beliebige andere, nicht-smarte Geräte wie Stehlampen, Fernseher oder alles andere, das einen Stecker besitzt, „smart“ machen.

Wie oben erwähnt, kannst Du ähnlich wie bei anderen Smart-Home-Systemen verschiedene Szenarien erstellen. Beispielsweise kannst Du mehrere Komponenten wie Stehlampen, Schrankbeleuchtung und Stereoanlage mit nur einem Befehl gleichzeitig steuern. Das ist vor allem dann sehr nützlich, wenn Du das Haus verlässt oder schlafen gehst. Und wenn Du gerade keine Lust hast, mit Alexa zu sprechen, gibt es ja immer noch die Lösung mit dem oben erwähnten Wandsender, der eine vergleichbare Funktion bietet.

innogy SmartHome App

Selbstverständlich gibt es zur Kontrolle und Einrichtung der SmartHome-Geräte auch eine App (Download-Links siehe unten). Mit ihr bindest Du neue Geräte -auch von Drittanbietern- in Dein heimisches Netzwerk ein, gibst ihnen Namen und nimmst die Konfigurationen daran vor. Die App gibt Dir Hilfestellungen und Tipps bei der Ersteinrichtung. Wenn Du Probleme bei der Einrichtung hast, gibt es auf dem YouTube-Kanal von innogy eine Reihe von Video-Tutorials. 

Hier erstellst Du auch die bereits genannten Szenarien, fügst Geräte zu ihnen hinzu und legst fest, was die auszuführenden Aktionen dabei sind. 

Per Push-Benachrichtigung sagt Dir die App auf dem Smartphone, wenn es im SmartHome etwas neues gibt.

Außer über die App ist das innogy SmartHome auch vom Desktop aus per Browser steuerbar. Gehe dazu auf https://home.innogy-smarthome.de/ und melde Dich mit Deinem MyInnogy-Konto an.


Melde Dich jetzt für unsere Newsletter an!
Trage Dich jetzt in unseren exklusiven E-Mail-Verteiler ein und erhalte unveröffentliche Tipps & Tricks, Hilfestellungen und Insights rund um den Amazon Echo.
Vorname
Email
Als Dankeschön erhälts Du ein exklusives Whitepaper mit den wichtigsten Alexa Befehlen!

Was benötigst Du für den Anfang?

Für das innogy SmartHome-System benötigst Du in jedem Fall immer die SmartHome-Zentrale, damit die Geräte miteinander kommunizieren können (einzige Ausnahme sind die Rauchmelder, die auch unabhängig von der Zentrale miteinander vernetzbar sind). Sie ist die zentrale Steuerungs- und Kommunikationseinheit. Als Sender und Empfänger bezeichnet man die Geräte, die Du über die Zentrale verwaltest, je nachdem, ob sie Befehle empfangen oder Befehle und Informationen aussenden. Dazu zählen beispielsweise die Thermostatventile und die Zwischenstecker (Empfänger) oder der Wandsender bzw. die Energy Control Ausleseeinheit. So kannst Du deine Heizkörper ebenso wie elektrische Haushaltsgeräte steuern und überwachen. Die jeweiligen Komponenten werden immer nur dann aktiv, wenn Du sie wirklich brauchst. Erwähnenswert sind noch die Wächter für die Tür- und Fenstersicherung sowie die oben bereits genannten Bewegungsmelder.

Die Steuerung auf dem Smartphone erledigst Du mit der App „innogy SmartHome“ (für iOS und Android):

  

Besonders die Starterpakete von innogy sind für Anfänger zu empfehlen:

Und was kostet das innogy SmartHome nun?

Ja, wie gemeinhin üblich bei Anbietern solcher Komplettsysteme ist für die praktische tägliche Nutzung eine Gebühr fällig. innogy SmartHome hat hier mehrere sogenannte Premium-Dienste im Angebot.

Mobiler Zugang

Als Neukunde des innogy SmartHome-Systems erhältst Du ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Zentrale zunächst 24 Monate lang kostenlos den mobilen Zugang zu Deinem SmartHome. Damit kannst Du von unterwegs per Smartphone oder Tablet auf Deine SmartHome-Zentrale zugreifen, und die Zentrale sendet Dir Status-Benachrichtigungen bei bestimmten Ereignissen. Nach Ablauf dieser zwei Jahre kostet der mobile Zugang jährlich EUR 14,95. Ein vertretbarer Preis.

SMS-Kontingent

Für Power-User (kein Wortspiel beabsichtigt!) bietet innogy SmartHome einen Mitteilungsdienst per SMS an, damit Du immer im Bilde bist, was der Status Deines Smart-Homes ist, auch wenn Du keine Verbindung zum Internet hast. In dem Paket sind 100 SMS inklusive, die Du auf verschiedene Telefonnummern senden lassen kannst. Die SMS-Benachrichtigungen können Teil Deiner Szenarien sein, wobei Du den Versand beschränken kannst (z. B. maximal zehn SMS pro Woche). Das Extra-Kontingent ist nicht zeitbeschränkt und kostet EUR 14,95 (also 15ct/SMS). Sind die SMS verbraucht, musst Du ein neues Kontingent erwerben.

Premium-Auswertungen

Mit diesem Dienst erhältst Du ausführliche Informationen über Deinen Energieverbrauch. Wenn Du in Deinem innogy-Konto Deine Tarifinformationen hinterlegt hast, zeigt Dir die Auswertung den aktuellen Verbrauch direkt in Euro an. Du kannst Dir Statistiken über Tages-, Monats- und Jahresverbrauch ansehen. Auf Basis der Verbrauchsdaten kannst Du Szenarien konfigurieren, dass sie Stromverbraucher entsprechend schalten, wenn z. B. eine Verbrauchsgrenze überschritten wurde. 

Voraussetzung hierfür ist ein geeigneter Stromzähler gemäß der Kompatibilitätsliste von innogy, die Zentrale (natürlich), die Ausleseeinheit „SmartHome Energy Control“ oder „SmartHome Power Control“ sowie eine der Empfangseinheiten „innogy Energy Control“ oder „innogy Power Control„. Preis: EUR 19,95. Leider schweigt sich innogy darüber aus, ob dies ein Abonnement oder ein einmaliger Preis ist, deshalb nehmen wir an, dass es sich um einen Einmalpreis handelt (ohne Gewähr).

*Bildmaterial: innogy

Ähnliche Beiträge

Smart Home Serie Teil 3 – Amazon Echo Sonos In dem letzten Teil unserer Smart Home Serie ging es um den Amazon Echo in Verbindung mit Innogy: Smart Home Serie Teil 2 - Amazon Echo Innogy In unserem 3. Teil der Smart Home Serie geht es um Amazo...
Smart Home Serie Teil 9 – Amazon Echo Home C... Im letzten Teil unserer Amazon Echo Smart Home Serie berichteten wir von dem Netatmo System in Verbindung mit Alexa: Smart Home Serie Teil 8 – Amazon Echo NetatmoIn unserem neuen Teil der Amazon E...
Philips Hue im Test – Unsere Erfahrungen Eine Lampe, unendlich viele Möglichkeiten Das Philips Hue Lichtsystem gehört seit seiner Markteinführung im Jahre 2012 zu den beliebtesten LED-Systemen, die sich über WLAN steuern lassen. Der Grund...
Vorstellung Logitech Harmony Hub Vorstellung Logitech Harmony Früher war es noch ganz einfach: Auf das Sofa setzen, TV einschalten und der gemütliche Fernsehabend konnte starten. Heute ist dies meist nicht mehr so einfach, denn nebe...
Facebooktwittergoogle_plus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

19 + 9 =

*